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Berlin: Cleanup Travekiez tritt unserem Netzwerk bei

Cleanup Travekiez Berlin

Niemand fühlt sich zwischen Müll wohl. In Berlin formieren sich immer mehr Menschen zu Gruppen zusammen, um den Müll in den Straßen zu beseitigen. Nachdem „The Berlin Trashpickers“ großen Anklang gefunden haben, folgt schon die nächste Cleanup-Gruppe aus Berlin: CleanUp Travekiez. Kathrin, die Gründerin der Gruppe, stand mir Rede und Antwort – aber lest selbst.

Wie kam es zu der Facebook-Gruppe „CleanUp Travekiez“?

Ich wohne in einem Mietshaus in Berlin-Friedrichshain und habe mir das Müllaufsammeln von meinem Nachbarn Carsten und Wencke abgeschaut. Wir sind miteinander ins Gespräch gekommen und ich habe erfahren, dass sie gern ein bis zweimal im Jahr eine Aufräumaktion auf unserem Traveplatz hier im Kiez starten wollen. Die Idee fand ich richtig gut!

Ich habe dann versucht herauszufinden, ob es in Berlin bzw. in unserem Bezirk oder Viertel regelmäßige CleanUps gibt und bin dabei auf die Schillerkieznachbarn in unserem Nachbarbezirk Neukölln aufmerksam geworden. Am 03.02.19 habe ich bei einem CleanUp im Schillerkiez teilgenommen und mit Alexandra von den Schillerkieznachbarn gesprochen. Danach habe ich beschlossen, für unseren Kiez in Friedrichshain ebenfalls eine Nachbarschaftsinitiative zu gründen.

Wer organisiert die Cleanups und wer beteiligt sich dabei?

Im Moment organisieren Wencke, Carsten und ich die Cleanups. Es beteiligen sich unsere Kinder, weitere Nachbarn aus der Straße und Leute die uns über Facebook und die Kehrenbürger-Initiative der Berliner Stadtreinigung (BSR) finden.

Gibt es schon eine nächste Putzaktion?

Wir führen die Putzaktionen jeden ersten Samstag im Monat durch. Die nächste ist am 06.04.2019.

Was würdest du dir von der Stadt Berlin besonders hinsichtlich der Vermüllung wünschen?

Die öffentlichen Grünanlagen der Stadt sind teilweise sehr vermüllt. Es gibt nicht genug Personal für die Reinigung. Da könnten mehr Gelder fließen.

Die Grünanlagen entlang der S-Bahn-Strecke sind leider auch sehr vermüllt.

Wie kann man alle Gesellschaftsschichten für dieses Thema begeistern?

Zum Beispiel durch Aufklärungsarbeit an den Berliner Schulen.

Wünschst du dir Unterstützung von der Stadt Berlin?

kehrenbürger berlin müllsammeln

Ich finde die Kehrenbürger-Initiative der BSR sehr gut! Für unsere CleanUps können wir kostenlos Mülltüten, Westen und Handschuhe und auch Greifer ausleihen. Außerdem wird der Müll nach der Aktion abgeholt.

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Die BSR sammelt auch illegal abgestellten Sperrmüll ein. Dazu gibt es eine entsprechende App vom Ordnungsamt. Mit der kann man den Müll melden.

Wie begegnest du Menschen, die dich in deinem Tun belächeln?

Bisher haben sich alle bei mir bedankt.

Hast du noch eine Nachricht an unsere Cleanup Network Leser?

In erster Linie sind wir eine Nachbarschaftsinititative. Das heißt, wir wollen durch die CleanUps mit unseren Nachbarn ins Gespräch kommen, gemeinsam Spaß an der frischen Luft haben und gleichzeitig etwas Nützliches für unsere Nachbarschaft zu tun. Wichtig ist uns, dass alle mit einem guten Gefühl nach Hause gehen und gerne wiederkommen.
Es ist unser Ziel, dass wir unser Verhalten als Kosumenten reflektieren und zum Umdenken anregen. Uns geht es nicht um den erhobenen Zeigefinger. Wir können niemanden zu einem bewussteren Umgang mit unserer Umwelt erziehen. Aber wir sind gerne Vorbilder sein und möchten unsere Nachbarschaft für das Müllproblem sensibilisieren. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen für ein gutes Miteinander und für einen sauberen und lebenswerten Kiez setzen!


Liebe Kathrin, vielen herzlichen Dank für dein Engagement mit deinen Cleanups in Berlin. Hoffe wir, dass wir noch sehr viele mehr werden! Wer in Berlin wohnt und vielleicht sogar in der Nähe vom Traveplatz, schaut einfach mal bei CleanUp Travekiez vorbei.

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Berlin, Cleanups, Stadt


Thomas

Thomas

Auf Cleanup Network setze ich meine berufliche Erfahrung im Online-Geschäft ehrenamtlich und gemeinnützig ein, um meine Mitmenschen für das Thema Vermüllung zu sensibilisieren und mobilisieren. Der Netzwerkgedanke ist der Kern dieser Plattform. Daher freue ich mich über jede Form der Kontaktaufnahme.

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