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Marienplatz Stuttgart: überfüllte Mülleimer – trotz größeren Volumens

Mülleimer am Marienplatz Stuttgart überfüllt

Was haben wir uns letztes Jahr gefreut, dass neue Mülleimer am Marienplatz in Stuttgart installiert wurden! Sie haben ein deutlich größeres Fassungsvermögen, da der Müll im Inneren des Mülleimers gepresst wird. An diesem Projekt haben die Abfallwirtschaft Stuttgart, der Bezirksvorsteher Stuttgart-Süd Raiko Grieb, die umliegenden Unternehmen, Simone Rehm von wenigermuell.de und Cleanup Network mitgewirkt. Nun schickte die Sonne uns ihre ersten Sonnenstrahlen und der Marienplatz war so belebt, wie schon lange nicht gesehen. Wenn man schon mal da ist, dachten ich mir, kann man sich gleich mal die Mülleimer anschauen. Der Anblick war niederschmetternd.

Entsorgungsmöglichkeit ist grundsätzlich gegeben

Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist der Mülleimer hoffnungslos überfüllt. Es gibt noch etliche andere Mülleimer um den öffentlichen Platz herum. Doch alle zeigen das gleiche Trauerspiel: sie können die Menge an Müll einfach nicht aufnehmen. Nun könnte man nach noch mehr und noch größeren Mülleimern rufen. Doch wozu würde das führen? Genau: zu noch mehr Müll. Denn mehr und größere Mülleimer würden das Signal senden, dass man ruhig gedankenlos weiter konsumieren kann. Der Müll wird ja entsorgt.

Der Wille ist da, doch der Eimer ist schwach

Auch der Wille zur ordnungsgemäßen Entsorgung ist vorhanden. Die Menschen stellen ihre Coffee-To-Go-Becher vorsichtig neben den Mülleimer. Vielleicht versucht auch noch der ein oder andere, seinen Eisbecher in den Schlitz zu quetschen. Aber selbst beim besten Willen bleibt: sie möchten ihren Müll entsorgen, aber es geht nicht.

Wie kann der Müll reduziert werden?

Es ist ganz einfach: Überlege dir vor dem Kauf eines Eisbechers, dem Bestellen einer Pizza zum Mitnehmen oder dem Trinken aus einem Einwegpappbecher, ob es das wirklich nötig ist. Keiner will Kaffeetrinken verbieten oder vorschreiben, wie man diesen zu sich nimmt. Doch denkt man kurz vor dem Konsum darüber nach, ist viel gewonnen. Es wird ein stärkeres Bewusstsein entwickelt und um mehr geht es nicht. Vielleicht überlegst du beim nächsten Mal, ob du nicht doch fünf Minuten Zeit hast, den Kaffee aus einer Tasse zu genießen.

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Du bist im Stress und es muss jetzt ein Coffee-To-Go sein? Dann tue es – die Welt geht davon nicht unter. Sei dir aber darüber im Klaren, welche Auswirkungen es hat. Wenn du einmal abgewägt hast, wird das bereits viel bewirken.

Wir warten nicht auf politische Lösungen

Es werden immer wieder Stimmen laut, man solle sich nicht mit diesen „kleinen“ Themen aufhalten. Es ginge um etwas viel Größeres. Es müsse eine politische Lösung her. Ja, da sind wir voll dabei! Aber wir sind keine Politiker und die Fortschritte und Bekenntnisse sind bescheiden. Daher haben wir uns als normale Bürger zusammen gefunden, um unsere Mitmenschen für das Müllproblem zu sensibilisieren. Wir zeigen, dass, selbst wenn es Hightech-Mülleimer und willige Politiker gibt, das Problem im Kern bleibt: WIR produzieren zu viel Müll. Nur eine Bewusstseinsänderung und eine Änderung unseres Konsumverhaltens kann uns vor solchen oder in Zukunft schlimmeren Bildern bewahren.

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Einwegpappbecher, Marienplatz, Stuttgart


Thomas

Thomas

Auf Cleanup Network setze ich meine berufliche Erfahrung im Online-Geschäft ehrenamtlich und gemeinnützig ein, um meine Mitmenschen für das Thema Vermüllung zu sensibilisieren und mobilisieren. Der Netzwerkgedanke ist der Kern dieser Plattform. Daher freue ich mich über jede Form der Kontaktaufnahme.

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