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Spoontainable – der Eislöffel, der in unsere Zeit passt

Spoontainable Eislöffel

Letzte Woche habe ich mich mit Spoontainable (Englisch spoon = Löffel; Sustainability = Nachhaltigkeit) am Marienplatz in Stuttgart getroffen, wo alles angefangen hat. Das ist ein Startup von sieben Studenten der Universität Hohenheim, angeführt von Anja, Amelie und Julia.

Der essbare Eislöffel

Die Idee und der Markenname passen zu unserem Zeitgeist: essbare Eislöffel. Da wir gerade erst mit dem Café Kaiserbau in Stuttgart im konstruktiven Dialog standen und es dazu motivieren konnten, eine Alternative zum Plastiklöffel einzusetzen, waren ich natürlich an dem Projekt interessiert. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen diesen beiden Eislöffeln – dazu später mehr.

Was kann der Spoontainable-Löffel?

Beworben wird der Löffel mit “vegan, ohne Zuckerzusatz und reich an Ballaststoffen”. Man kann den Löffel nach dem Eis also gleich mit verspeisen. Muss man aber nicht – man kann ihn auch entsorgen. Statt aber aufwändig im Müllkreislauf untergebracht zu werden, kann dieser Löffel einfach in den Biomüll wandern, denn er besteht aus “Nahrungsfasern von Reststoffen”. Das verhindert natürlich nicht, dass Plastiklöffel auf der Straße und neben Mülleimern liegen. Aber das Hauptproblem – das Eindringen von Plastik in die Natur – wäre damit vom Tisch. Durch den Einsatz von Reststoffen, soll der Ressourcenbedarf gering sein. Verschiedene Geschmacksrichtungen runden das Angebot ab – schließlich steckt man den Löffel in den Mund. Dabei dürfte auffallen, dass wir bisher immer freiwillig Plastik in unsere Münder gesteckt haben…

Spoontainable Eis-Löffel

Problematisch dürfte die Tatsache sein, dass es sich hierbei um ein essbares Produkt handelt. Es greifen andere Regeln, als bei Bio-Kunststoff-Löffeln, wie sie beispielsweise die Gelateria Kaiserbau in Stuttgart einsetzt. Die Löffel der Gelateria bestehen aus PLA (PDF des Umweltbundesamts). Wer sich für die Vor- und Nachteile von PLA-Kunststoff interessiert, kann das im Lilli Green Blog nachlesen.

Nachhaltigkeit sucht Stuttgarter Unternehmen, die in die Zukunft planen

Spoontainable ist zwar kein gemeinnütziges Projekt – es ist ein Unternehmen mit Gewinnabsichten. Aber jedes Signal in diese Richtung, ist ein gutes Signal. Außerdem unterstütze ich gerne Startups mit einer guten Idee! Deswegen möchte ich alle Stuttgarter Unternehmer dazu auffordern, die 20.000 EUR Finanzierungsziel bei startnext schnellstmöglich beizusteuern, damit es weitergehen kann.

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An wen richtet sich Spoontainable?

Zielgruppe sind Eisdielen, die Ihre Wertehaltung nach außen kommunizieren möchten. Der Löffel der Stuttgarter Studenten ist sicher kostenintensiver, als viele Alternativen. Die Kundschaft der Lokalitäten, bei denen Nachhaltigkeit groß geschrieben wird, ist auf jeden Fall bereit, 20 Cent mehr für ein Produkt auszugeben. Denn wer nachhaltig leben möchte, muss oft tiefer in die Tasche greifen – das muss aber nicht sein und ist auch eine Frage der Wertehaltung. Wir könnten uns generell ein Verkaufsmodell vorstellen, bei dem es zwei Preise für ein Eis gibt. Wer weiterhin auf den Plastiklöffel besteht, zahlt 20 Cent mehr. Alle anderen zahlen weniger. Je nachdem wie die eigene Zielgruppe gestrickt ist, kann man so die Nachhaltigkeit des eigenen Unternehmens querfinanzieren.

Spoontainable Backen

Ihr kennt Stuttgarter Unternehmer, die nachhaltiger werden sollten?

Empfehlt ihnen Alternativen, damit sie sehen, dass wir Kunden es so wollen. Sagt ihnen, warum ihr nachhaltige Produkte wollte. Und fragt, ob sie Spoontainable nicht finanzieren wollen, damit sie für die Zukunft vorbereitet sind. Denn Unternehmen haben auch eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Jetzt Spoontainable unterstützen

Plastikfrei, Stuttgart, Unternehmen


Thomas

Thomas

Auf Cleanup Network setze ich meine berufliche Erfahrung im Online-Geschäft ehrenamtlich und gemeinnützig ein, um meine Mitmenschen für das Thema Vermüllung zu sensibilisieren und mobilisieren. Der Netzwerkgedanke ist der Kern dieser Plattform. Daher freue ich mich über jede Form der Kontaktaufnahme.

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