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Hallo Wertehaltung! – Zirkus Mutter Erde e.V. tritt dem Netzwerk bei

Wir ihr wisst, solidarisieren wir uns nicht nur mit klassischen Cleanup-Initiativen oder allgemein Gruppierungen, die Umweltschutz betreiben. Nein, wir kooperieren auch mit Festivals, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und mehr. Als ich auf der Webseite des Vereins Zirkus Mutter Erde e. V. gelesen habe, wofür sie stehen, war es um mich geschehen. Es deckt sich so ziemlich genau mit den Werten, die wir auch vermitteln möchten. Nur nutzen wir ein anderes Werkzeug – Cleanups. Doch was macht Zirkus Mutter Erde eigentlich? Das hat mir Firdes, Gründungsmitglied des Vereins, erzählt. Ich heiße “Zirkus Mutter Erde e. V.” herzlich willkommen im Netzwerk und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Wie kam es zu der Initiative “Zirkus Mutter Erde” und worum geht es?

Firdes: Wir, der Zirkus Mutter Erde e. V. (kurz ZME) sind ein offener Freundeskreis, welcher sich anfangs (Gründung Dezember 2015) noch in WGs und heute in den Räumlichkeiten befreundeter Initiativen trifft (Kulturinsel, Lilo Hermann, etc.), da wir jährlich wachsen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht eine Plattform zu bilden, welche Initiativen, Personen oder Projekte in und um Stuttgart zusammenzubringen, welche sich dem Thema der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Wir selber erkennen immer mehr wie viele Facetten dieses Thema hat und gehen mittlerweile über die Ausrichtung unseres jährlichen Zirkus Mutter Erde Festivals hinaus und halten Workshops ab, veranstalten Politikveranstaltungen, haben kleinere Aktionen wie “GibWolle! für Menschen in Stuttgart!“, sind auf Messen vertreten oder begleiten Kids beim Spielen mit unserem Spielmobil. Und das alles immer und gerne übergreifend mit anderen Initiativen zusammen, je nach Themengebiet.

Was ist eure Mission?

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Firdes: Wir möchten bei unseren Mitmenschen ein Bewusstsein für die Auswirkungen des eigenen Handelns schaffen, sie für die Wirkungszusammenhänge der globalisierten Welt sensibilisieren und letztendlich zum Handeln anregen. Es ist uns wichtig, dass die Bindung zwischen den Menschen untereinander und mit der Umwelt gestärkt wird. Wir wollen sowohl eine gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema in der Gesellschaft auslösen, als auch selbst dazulernen, uns weiterentwickeln und unsere persönlichen Ideen verwirklichen. Wir sind der Überzeugung, dass durch eine Revolution der Gedanken, durch eine veränderte innere Haltung eine kontinuierliche Veränderung hin zu einer gerechteren Welt möglich ist.

Wie organisiert ihr euch untereinander?

Firdes: Wir haben Teams, welche Vereins-bezogen arbeiten (Vorstandsposten, Finanzen, Kommunikation, etc.) und Teams, welche nur auf Festival bezogen hin sich organisieren, wie unser großartiges Marketingteam, unser Inhaltsteam oder auch unser Verpflegungsteam, welches beim Festival unsere knapp 4000 Besucher*Innen mit Getränken versorgt oder aus vorher geretteten Lebensmitteln es schafft, eine warme Mahlzeit für jede*n Besucher*in bereitzustellen. Und das völlig umsonst. Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat und parallel dazu treffen sich die Arbeitsgruppen unabhängig davon. Manchmal gefühlt ein Fulltime-Job! Deshalb freuen wir uns immer über neue motivierte Mitglieder!

Nachhaltigkeit ist ein festes Thema bei euch. Welche Rolle spielt das jährliche Festival dabei?

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Firdes: Das jährliche Festival spiegelt unsere ganze Vereinsarbeit wider und ist das Ergebnis all unseres Schaffens und all unserer Netzwerkarbeit die Jahre davor. Ohne unsere Partner*Innen und befreundeten Organisationen wäre es überhaupt nicht möglich so etwas auf die Beine zu stellen. Mit dem Festival versuchen wir jedes Jahr immer mehr Bewusstsein für die Themen zu schaffen, welche uns und über unsere Bubble hinaus Menschen auf der ganzen Welt und diese selber betreffen. Sei es Rassismus, Soziale Ungerechtigkeiten allgemein oder auch Klimaungerechtigkeiten: Wir wollen auf dem Festival jede*m Besucher*in die Möglichkeit geben die Probleme zu erkennen, zu analysieren und im Besten Fall selbst für sich Werkzeuge auszumachen, wie Sie etwas für uns und unsere Umwelt tun können. An einem gemeinsamen Strang zu ziehen ist hier oft das wirkungsvollste Mittel. Da liegt es nahe ein Festival auszurichten, bei dem man alle gemeinsam versammelt!

Was würdest du dir von der Stadt Stuttgart besonders hinsichtlich Nachhaltigkeit wünschen?

Firdes: Ich glaube, die Liste würde zu lang. Vielleicht wäre es schon einmal ein Anfang, die (kommunale) Politik spräche aus, dass politische Arbeit entscheidet was morgen passiert. So offensichtlich das erscheinen mag, so wenig verankert wirkt es in den gefällten Entscheidungen selbst. Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Bei der Stadt Stuttgart wirkt es NOCH, als wäre es ein Modewort. Mit den letzten Kommunalwahlen sind ein paar gute Menschen in den Stadtrat gewählt worden (Hallo Putte!). Auch die Förderung der Kulturinsel Stuttgart war ein hoffnungsvoller Schritt in Richtung einer im inneren nachhaltigen Stadt. Also einer Stadt von und für Morgen!

Über welche Schnittstellen steht ihr mit der Stadt Stuttgart in Kontakt? Gibt es hier Optimierungspotenzial?

Firdes: Unsere Gemeinnützigkeit ermöglicht es uns unter anderem jährlich unser ZME-Festival auf dem Berger Festplatz ausrichten zu können. Oft laufen Anfragen aber auch ins Leere oder werden überhaupt nicht beantwortet. In der Kommunikation und der Zusicherung einer funktionierenden solchen sehe das nötigste Optimierungspotenzial. Wie kann man alle Gesellschaftsschichten für eure Themen begeistern? Das ist wohl die größte Herausforderung und löst immer die spannendsten Diskussionen aus. Ich glaube, dass der beste Weg ist zu den verschiedenen Schichten (trauriges Wort!) bzw Gruppen selbst zu gehen. Wobei dies auch ein Punkt wäre, wo ich die größte Verantwortung bei der Stadt selbst sehe! Es fehlt eine Vermischung dieser “Schichten”. Sei es in Wohnungsfragen, bzw. Verortung dieser durch gleichmäßig verteilten bezahlbaren Wohnraum, oder Aufklärungsarbeiten.

Hast du noch eine Nachricht an unsere Cleanup Network Leser?

Firdes: Bildet Banden für die Themen, die euch wichtig sind! Denn Aktion Is’ Muss!


Vielen Dank, Firdes, für deine Zeit und den Beitritt zum Netzwerk. Ich freue mich drauf, wenn unsere zwei Initiativen mal gemeinsame Sache machen können! 🙂

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Festival, Gemeinschaft, Stuttgart


Thomas Venugopal

Thomas Venugopal

Auf Cleanup Network setze ich meine berufliche Erfahrung im Online-Geschäft ehrenamtlich und gemeinnützig ein, um meine Mitmenschen für das Thema Vermüllung zu sensibilisieren und mobilisieren. Der Netzwerkgedanke ist der Kern dieser Plattform. Daher freue ich mich über jede Form der Kontaktaufnahme.

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