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Clean your #mannheimat – Mannheim ist mit dabei

clean your #mannheimat

Johanna ist zum Müllsammeln gekommen, wie es im Buche steht. Im Rahmen eines Cleanups wurde sie sich des Ausmaßes der Vermüllung bewusst. Der Drang etwas unternehmen zu wollen mündete in der Initiative „Clean your #mannheimat„. Etwas zu unternehmen erfordert Mut, Courage und Verantwortungsbewusstsein. Reden kann ja jeder. Nun tritt Johanna mit Ihrer Initiative dem Netzwerk bei und stellt sich in einem Kurzinterview vor.

Wer organisiert die Cleanups und wer beteiligt sich dabei?

Die ersten beiden Cleanups habe ich organisiert und hatte dafür Kontakt zur Abfallwirtschaft Mannheim, die uns mit Zangen, Müllsäcken und Handschuhen ausgestattet hat. Da ich mich zurzeit für 5 Monate im Ausland befinde, habe ich meine Kontakte bei der Stadt an die Mitglieder der Gruppe weitergegeben, sodass jeder selbst aktiv werden und jederzeit ein Cleanup organisieren kann. Bisher hat es auch wunderbar geklappt und während meiner Abwesenheit haben schon einige Sammelaktionen mit teilweise großer Beteiligung stattgefunden.

Gibt es nächste Putzaktion?

clean your #mannheimat - cleanup mannheim
Aktuell gibt es fast alle zwei Wochen Sammelaktionen, die von den Mitgliedern der Facebook-Gruppe initiiert werden. In der Gruppe werden dann Zeit & Ort ausgemacht und los geht’s! Mir gefällt die ‚Einfach machen‘-Einstellung. Es wird nicht lange gemeckert und sich aufgeregt, sondern wir packen das Problem gemeinsam an. Wir freuen uns natürlich sehr über neue aktive Mitglieder, die ihre Ideen und ihre Tatkraft mit einbringen. Die Gruppe ist zwar nicht öffentlich, aber jeder, der aktiv mithelfen möchte, ist herzlich eingeladen beizutreten!

Was würdest du dir von der Stadt Mannheim wünschen?

Unsere Gruppe würde sich wünschen, dass es noch mehr öffentliche Mülleimer gibt und diese auch regelmäßig geleert werden. Man hat den Eindruck, dass die Anzahl der Leerungen nicht an den leider zunehmenden Anfall von Verpackungsmüll und unnötigen To-Go Bechern angepasst wurde. Zudem sollte der Ordnungsdienst Strafen verhängen, ähnlich wie beim Falschparken – Müll in die Natur, zack, Strafzettel! Besonders im Sommer auf der Neckarwiese wäre es wünschenswert, dass hier Personen des städtischen Ordnungsdienstes vor Ort wären. Hier wird an schönen Sommerabenden gegrillt, getrunken und geraucht. Ich denke, jeder kann sich vorstellen, wie die Neckarwiese nach solchen Abenden aussieht. Für mich ist das einfach unfassbar, dass es so vielen Menschen egal zu sein scheint. Das macht mich wahnsinnig wütend. Es müsste da einfach härter durchgegriffen werden.

Abgesehen von Strafen, sollten aber auch positive Anreize geschaffen und frühzeitig Aufklärung seitens der Stadt betrieben werden: warum nicht mal kostenlose To-Go-Aschenbecher verteilen, wie auf Festivals? Oder die Gründung von Unverpackt-Läden finanziell subventionieren, ebenso Läden, die auf Einwegbecher, Plastiktüte und co. verzichten? Ganz wichtig sind für uns auch städtische Aktionen in Kindergärten und Schulen zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit. Mitmachaktionen für die Kleinsten, um schon von Kindesbeinen an ein Bewusstsein zu schaffen und die nächste Generation zu mündigen, nachhaltigen Konsumenten zu erziehen.

Wie kann man alle Gesellschaftsschichten für dieses Thema begeistern?

clean your #mannheimat - cleanup mannheim
Das ist tatsächlich eine schwierige Frage und ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt möglich ist. Dafür begeistern kann man dafür mit Sicherheit nicht alle Gesellschaftsschichten, aber über positive Anreize und/oder Strafen könnte zumindest ein größeres Bewusstsein geschaffen. Man hat ja das Gefühl, dass viele Menschen immer noch keinen Gedanken an dieses Thema verschwenden. Das Thema muss tagtäglich in den Medien präsent sein, bis es auch die Letzten verstanden haben!

Welche Art von Abfall findet ihr am häufigsten?

Bei der Frage mussten wir alle nicht lange nachdenken. Das sind eindeutig Zigarettenstummel, Plastiktüten, kleine Schnapsflaschen und die furchtbaren Kronkorken, die meist schon fest in der Erde stecken und die man nur mit Geduld und viel Fingerspitzengefühl mit der Zange packen kann. Furchtbar!

Wenn Du ein Produkt von heute auf morgen verbieten könntest – welches wäre es?

Sich auf ein Produkt festzulegen ist ziemlich schwer. Ich schwanke stark zwischen Einweggeschirr (inkl. Einwegbecher) und Plastiktüten.

Hast du noch eine Nachricht an unsere Cleanup Network Leser?

Hintern hoch und machen, nicht nur meckern! Wenn auch zunächst nur im Kleinen, aber jeder kann etwas bewirken und damit auch andere zum Nachdenken anregen und bestenfalls zum Handeln motivieren. Einfach machen! Und es sollte natürlich bereits beim Einkauf möglichst auf unverpackte Ware zurückgegriffen werden.


Liebe Johanna, vielen Dank für dein Engagement und deine Zeit, die du investierst. Und natürlich ein Riesendank an deine gesamte Gruppe! Ihr nehmt eine Vorbildfunktion für andere dar und übernehmt Verantwortung. Vielen Dank!

Wer in Mannheim wohnt und dort mitmachen möchte, der tritt einfach der Facebook-Gruppe bei: Clean your #mannheim.

Mannheim, Stadt


Thomas

Thomas

Auf Cleanup Network setze ich meine berufliche Erfahrung im Online-Geschäft ehrenamtlich und gemeinnützig ein, um meine Mitmenschen für das Thema Vermüllung zu sensibilisieren und mobilisieren. Der Netzwerkgedanke ist der Kern dieser Plattform. Daher freue ich mich über jede Form der Kontaktaufnahme.

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