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In Weilerswist gehen Eltern mit ihren Kindern Müllsammeln

cleanup weilerswist

Was haben Köln, Düsseldorf, Erftstadt, Dormagen, Bonn, Koblenz gemein? Genau. Sie liegen alle am Rhein. Und so scheint man dort ein besonderes Bedürfnis zu entwickeln, seine Umwelt zu schützen. Denn in all diesen Städten sind Initiativen des Netzwerks beheimatet. Jetzt tritt eine weitere Initiative unserem Netzwerk bei: CleanUp Weilerswist. Sebastian – Initiator hinter Cleanup-Gruppe – stellt sich in einer kurzen Vorstellungsrunde vor.

Wie kam es zu der Initiative „CleanUp Weilerswist“?

Sebastian Kircher: „CleanUp Weilerswist“ entstand im Februar 2019 als eine gemeinsame Aktion von Weilerswister Bürgern, die sich für ihre Umwelt und die lokale Müllvermeidung einsetzen. Über Facebook wurde zu einer einmaligen Müllsammelaktion in Weilerswist aufgerufen. Die Aktion verlief sehr erfolgreich und hat allen sehr viel Spaß gemacht – darauf wollten wir aufbauen! Wir glauben, dass sich noch mehr Menschen im Gemeindegebiet für unser Thema gewinnen lassen – bisher erhalten wir auch viel positive Resonanz für unsere Aktionen.

Wer organisiert die Veranstaltung und wer ist die Zielgruppe?

Sebastian Kircher: Inzwischen haben wir eine eigene Facebook-Gruppe gegründet, um Menschen zu verbinden, die an den Themen Nachhaltigkeit, Müllvermeidung und am verantwortungsbewussten Umgang mit Plastikmüll interessiert sind und auch aktiv werden möchten. Die Facebook Gruppe stellt dabei auch eine Plattform dar, über die sich Weilerswister spontan zu CleanUp-Events verabreden können.

Gibt es schon eine nächste Putzaktion?

Sebastian Kircher: Wir werden zusätzlich zu den spontanen CleanUp Events auch regelmäßig durch das Orga-Team begleite CleanUps organisieren. Die nächste Aktion findet am Samstag, den 06.07.2019 um 12:00 Uhr statt. An diesem Tag nehmen wir die Weilerswister Hauptstraße, die Kölner Straße in Angriff. Weitere Informationen gibt es in der Facebook-Veranstaltung.

Mit wem arbeitet ihr zusammen?

Sebastian Kircher: Unterstützt werden wir aktuell durch die Gemeinde Weilerswist, die uns die grundlegende Ausstattung, wie Handschuhe, Müllsäcke, Warnwesten, etc. zur Verfügung stellt. Das lokale Online Satire Magazin „Weilerswister Postillon“ spendete zum Projektstart Müllgreifzangen und weiteres Equipment.

Wo siehst du die Stadt Weilerswist hinsichtlich der Vermüllung in zehn Jahren?

Sebastian Kircher: Noch ist Weilerswist keine „Stadt“ – aber in 10 Jahren wird die Gemeinde diesen Status mit Sicherheit erlangt haben. Gerade durch das starke Wachstum werden die Themen Nachhaltigkeit und Müllvermeidung in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert erlangen. Schon jetzt sind viele Menschen von der zunehmenden Vermüllung genervt und weisen auf die Problematik hin.

Meine Hoffnung ist, dass wir durch unsere Aktionen die Menschen in unserer Umgebung zum Nachdenken anregen und so langfristig für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Müll – speziell Plastikmüll – sorgen. Wenn der Trend anhält und sich weiterhin so viele Menschen für unsere Umwelt aktiv einsetzten, haben wir in 10 Jahren in Weilerswist kein Müllproblem mehr!

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Wie kann man alle Gesellschaftsschichten für dieses Thema begeistern?

Sebastian Kircher: Das Problem betrifft ja nicht nur eine oder wenige Gesellschaftsschichten – Jeder ist doch betroffen. Aber Jeder kann auch Teil der Lösung sein. Unsere CleanUp Aktionen zeigen das auf eine sehr beeindruckende Weise. Nebenbei macht es auch noch unglaublich viel Spaß und man lernt nette Leute aus seiner Umgebung kennen. Während der Aktionen wird die „Arbeit“, also das Müllsammeln, fast zur Nebensache. Wenn wir möglichst viele Menschen auf diese Weise erreichen, ändert sich der Umgang mit Plastikmüll vielleicht erstmal in unserer näheren Umgebung. Aber je mehr solche Projekte entstehen, desto größer ist die Chance, dass sich die ganze Gesellschaft positiv verändert.

Hast du Ideen, wie man das Müllproblem an der Wurzel packen kann?

Sebastian Kircher: Ich gehe davon aus, dass wir die Müllproblematik nicht innerhalb von nur einer Generation lösen können. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unseren Kindern, einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastik und dem daraus resultierenden Müll mit auf den Weg geben. Wir als Eltern haben hier die Verantwortung und sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Ich finde es beeindruckend, mit welcher Freude die Kinder an unseren Aktionen teilnehmen. Unsere CleanUp Aktionen sind eine tolle Möglichkeit auch Kindern die Chance zu geben sich aktiv für ihre Umwelt einzusetzen.

Hast du noch eine Nachricht an unsere CleanUp Network Leser?

Sebastian Kircher: Wie oft habe ich gehört, ihr bekämpft doch „nur die Symptome“ oder „anderer Leute Dreck wegräumen – das bringt doch eh nichts“. Hört nicht auf an die Vision einer sauberen Umgebung zu glauben, denn ihr habt es in der Hand. Sorgt lieber dafür, dass unser Ort und unsere gemeinsame Umwelt sauber bleibt. Mit den CleanUp Aktionen setzten wir gemeinsam ein Zeichen und sorgen dafür, dass die Thematik auf der Tagesordnung bleibt.


Vielen Dank für dein Engagement Sebastian! Wenn du jemanden der anderen Initiativen bei dir um die Ecke siehst, sag viele Grüße! 😉

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Fluss, Plastikmuell, Weilerswist


Thomas

Thomas

Auf Cleanup Network setze ich meine berufliche Erfahrung im Online-Geschäft ehrenamtlich und gemeinnützig ein, um meine Mitmenschen für das Thema Vermüllung zu sensibilisieren und mobilisieren. Der Netzwerkgedanke ist der Kern dieser Plattform. Daher freue ich mich über jede Form der Kontaktaufnahme.

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